Ausgleichsmaßnahmen in der KIM

Das erfreuliche zuerst: Unser Antrag wurde mit großer Mehrheit und mit dem Unbehagen des Bürgermeisters angenommen. Glücklicherweise sind die Kolleg*innen nicht seiner Argumentation gefolgt, dass ja der Fall eintreten könnte, dass das Waldwiesenvögelchen (Insider wissen, dass es sich um eine vom Aussterben bedrohte Art handelt) nicht nur die neuen Flächen annehmen, sondern auch die bestehenden weiternutzen könnte (und so am Ende doch nicht aussterben würde). Das könnte ja doch noch Probleme geben.

Dankenswerterweise haben sich die Ratskolleg*innen nicht verunsichern lassen und haben zugunsten des kleinen Falters entschieden.

Ein Wermutstropfen ist allerdings, dass wir jetzt zu spät dran sind, um die Ausgleichsmaßnahmen wie geplant(!) diesen Winter durchzuführen. Nicht dass es dafür seit Oktober 2018 einen Gemeinderatsbeschluss gegeben hätte. Ein klares Zeichen, wie wenig Ökologie in unserem Rathaus gilt. Da muss sich etwas ändern.

Ein hervorragender Start in die Kommunalwahl

Unsere Liste ist aufgestellt!

Wir freuen uns über so viele tolle Leute, die sich kommunalpolitisch engagieren möchten. Und wir freuen uns über ein einstimmiges Votum für unsere Liste. 100% grün, 100% der Stimmen unserer Mitglieder.

A propos Mitglieder: da hat sich die Zahl seit der letzten Wahl verdoppelt und wir können stolze 15 ordentliche Mitglieder verzeichnen. In diesen sechs Jahren haben wir sehr erfolgreiche Wahlkämpfe bestritten für die Bundestags-, die Landtags- und die Europawahl. Und wir haben einen hervorragenden Wahlkampf um das Kraillinger Rathaus geführt mit der qualifiziertesten Kandidatin auf den wir sehr stolz sein können. Ein Drittel der Kraillinger Bürger*innen wollte ein grünes Rathaus. Leider haben sie das Gegenteil bekommen.
Wir stehen vor großen Herausforderungen, wenn wir uns für den Erhalt unserer Umwelt und für Klimaschutz einsetzen und gleichzeitig soziale Gerechtigkeit und wirtschaftliche Stabilität schaffen wollen. Es ist zu einfach, das Eine gegen das Andere ausspielen zu wollen, nur um sich die komplexe Lösung sparen zu können. Es ist keine Abwägung, ob Senioren oder Bannwald, ob Kinder oder Biotop höher zu gewichten sind. Die entscheidende Aufgabe unserer Zeit ist es doch, im Einklang mit der Natur ein gutes Leben zu sichern. Und diese Sicherung funktioniert auf Dauer nur auf diesem Weg. Denn klar, Umwelt ist nicht alles, auch für uns Grüne nicht. Aber wir wissen, dass ohne Umwelt alles nichts ist. Und wir wissen, dass wir diese Erde nur von unseren Kindern geborgt haben.

Hier also unsere Kandidat*innen, die die geborgte Welt in gutem Zustand weitergeben wollen:

1. Andrea Schulte-Krauss
2. Thomas Metzner
3. Cosima Schmid-Zeller
4. Dr. Reinhard von Wittken
5. Ricarda Weimar
6. Christoph Pohl
7. Dr. Imme Kaiser
8. Werner Engl
9. Antonia Hox
10. Dawid Kowalla
11. Linda Costa
12. Silvia Roelcke
13. Dr. Martina Eller
14. Dr. Andreas Beck
15. Margrit Kaiser-Witek
16. Dr. Wieland Schmid-Zeller
17. Marlene Thomma
18. Ferdinand Hartmann
19. Cornelia Bretzel
20. Markus Schmitt

Alle unsere aktuellen Gemeinderät*innen wollen weitermachen und viele ambitionierte Neueinsteiger wollen sie dabei unterstützen.

Das wird ein toller Wahlkampf! Und hoffentlich können wir viel bewegen. Dafür brauchen wir Ihre/ Eure Stimme!

Unsere Kandidat*innen

Ausgleichsmaßnahmen in der KIM

Nachdem dem Gemeinderat in der letzten Sitzung mitgeteilt wurde, dass die Firma EOS wohl doch nicht so schnell bauen wird, wie zunächst geplant, möchte Bürgermeister Haux auch die CEF-Maßnahmen zur Rettung des Waldwiesenvögelchens aussetzen.

Nach unserer Auffassung würde dies bedeuten, dass ohne Not wertvolle Zeit zur Migration verschwendet wird, obwohl das Geld hierfür bereits genau an diesen Zweck gebunden bei der Gemeinde liegt.

Spannend hierbei die Auffassung des Herrn Bürgermeister: Die Ausgleichsmaßnahmen jetzt durchzuführen könnte ja zur Folge haben, dass es dann zwei Habitate der streng geschützten, vom Aussterben bedrohten Falters geben könnte, auf die man dann beide Rücksicht nehmen müsste. Oder, noch weitaus schlimmer, das zukünftige Gebäude würde kleiner und würde das Biotop nicht verschatten. Dann hätte man womöglich völlig umsonst Geld, welches man genau für diesen Zweck erhalten hat, dafür ausgegeben einer von aussterben bedrohten Art etwas mehr Lebensraum zu schaffen.

Ich erlaube mir hierzu Marc-Uwe Kling zu zitieren:

„Sagt einer:›Lasst uns doch was gegen den Klimawandel tun‹, aber dann sagt ein anderer: ›Ja, wir könnten jetzt was gegen den Klimawandel tun, aber wenn wir dann in fünfzig Jahren feststellen würden, dass sich alle Wissenschaftler doch vertan haben und es gar keine Klimaerwärmung gibt, dann hätten wir völlig ohne Grund dafür gesorgt, dass man selbst in den Städten die Luft wieder atmen kann, dass die Flüsse nicht mehr giftig sind, dass Autos weder Krach machen noch stinken und dass wir nicht mehr abhängig sind von Diktatoren und deren Ölvorkommen. Da würden wir uns schön ärgern.‹“

Wir würden uns auch ganz schön ärgern, wenn wir umsonst eine Tierart gerettet hätten….aber dieses Risiko gehen wir gerne ein und haben einen entsprechenden Antrag auf Durchführung der CEF-Maßnahmen gestellt.

Auf geht’s nach der Sommerpause…

…. und zwar Schlag auf Schlag.

Diese Woche hatten wir Kreisversammlung mit Kreiswahlprogramm und Vortrag von Lisa Badum zu alternativen Energien. Das Programm gibt’s bald auch hier zu lesen.

Am Donnerstag war Neumitgliederempfang des KV Starnberg. Hier haben Werner Engl und Andrea Schulte-Krauss mal verraten, warum sie „grün“ sind:

Dann ist Andrea Schulte-Krauss heute im Landtag. Nicht zum Neumitgliederempfang, das ist schon lang rum ums Eck, aber zur Veranstaltung „Klimawandel und Fluchtursachen“ mit einem hervorragenden Vortrag von Prof. Michael Schrödl, den es am 24.01.2020 auf dem Neujahrsempfang des KV Starnberg auch zu hören gibt.
Es ist an der Zeit, endlich zu handeln. Auch vor unserer Haustür. Das ist unser Ziel für die Kommunalpolitik der nächsten Legislaturperiode!

Gruß aus der Sommerpause :-)

Ein wunderschönes Bild der Sanatoriumswiese bei Nacht, aufgenommen von der unermüdlichen Silvia Rölcke

Seniorenbeirat, Plakatierung, Straßenkategorisierung und Kult-Art – Alle Anträge der GRÜNEN angenommen

Heute waren wir erfolgreich im Gemeinderat.

Endlich gehen wir es an und bekommen eine Satzung für einen zu gründenden Seniorenbeirat. Auch wenn die Kollegen der CSU es nicht für notwendig halten, jedem demokratische Zugang zur Gemeinde zu ermöglichen konnten wir uns im vierten Anlauf mit 12:8 Stimmen durchsetzen.

Einfacher war es beim Antrag einer Plakatierungsverordnung. Denn hier haben wir uns mit unserer gut funktionierenden freiwilligen Selbstverpflichtung selbst eine Falle gestellt und wurden im Europawahlkampf von einer Welle von AFD Plakaten überrollt. dieser Antrag ging einstimmig durch.

Auch die Kategorisierung der Strassen fand allgemein Anklang, auch wenn man hier merkt, wie getroffene Hunde bellen, auch wenn sie gar nicht genannt werden. Ein Schelm, wer dabei böses denkt. Nachdem wir jedoch die Begründung – nicht den Antrag – modifiziert haben, konnten uns 20 Gemeinderät*innen zustimmen und die Sache geht mit Rückenwind des Bauamts an den Start.

Unser letzter Antrag betrifft das KultArt. Auch wenn wir die Art und Weise der Ausführung stets kritisiert haben, sind wir nicht der Meinung, dass den Bürgern von oben herab etwas weggenommen werden sollte. Insofern wird ein Runder Tisch seitens der Verwaltung initiiert und interessierte Bürger und Vereine können sich dann selbst einbringen. Mit 18 Stimmen gegen 3 konnten wir auch diese Idee auf den Weg bringen.

Wir sind zufrieden.

Ein spannender Antrag der CSU, dass der Gemeinderat festhält, er möchte kein Bauland im Wald hinter dem Drosselweg ausweisen. So ein Antrag klingt schon gut, aber er ist jederzeit auch wieder mit einfacher Mehrheit aufzuheben. Zu einem Bebauungsplan, oder gar ein Gebiet unter Naturschutz zu stellen, konnten sie isch dann aber doch nicht durchringen. Nunja, wir konnten zustimmen, weil kaputt macht es ja nichts. Helfen tut’s aber auch nicht.

Egal, wir sind zufrieden, auch wenn sich die Mehrheit nicht zu einer Bewerbung zum Projektwettbewerb UN-Dekade Biologische Vielfalt durchringen konnte….schade.