Ausgleichsmaßnahmen in der KIM

Nachdem dem Gemeinderat in der letzten Sitzung mitgeteilt wurde, dass die Firma EOS wohl doch nicht so schnell bauen wird, wie zunächst geplant, möchte Bürgermeister Haux auch die CEF-Maßnahmen zur Rettung des Waldwiesenvögelchens aussetzen.

Nach unserer Auffassung würde dies bedeuten, dass ohne Not wertvolle Zeit zur Migration verschwendet wird, obwohl das Geld hierfür bereits genau an diesen Zweck gebunden bei der Gemeinde liegt.

Spannend hierbei die Auffassung des Herrn Bürgermeister: Die Ausgleichsmaßnahmen jetzt durchzuführen könnte ja zur Folge haben, dass es dann zwei Habitate der streng geschützten, vom Aussterben bedrohten Falters geben könnte, auf die man dann beide Rücksicht nehmen müsste. Oder, noch weitaus schlimmer, das zukünftige Gebäude würde kleiner und würde das Biotop nicht verschatten. Dann hätte man womöglich völlig umsonst Geld, welches man genau für diesen Zweck erhalten hat, dafür ausgegeben einer von aussterben bedrohten Art etwas mehr Lebensraum zu schaffen.

Ich erlaube mir hierzu Marc-Uwe Kling zu zitieren:

„Sagt einer:›Lasst uns doch was gegen den Klimawandel tun‹, aber dann sagt ein anderer: ›Ja, wir könnten jetzt was gegen den Klimawandel tun, aber wenn wir dann in fünfzig Jahren feststellen würden, dass sich alle Wissenschaftler doch vertan haben und es gar keine Klimaerwärmung gibt, dann hätten wir völlig ohne Grund dafür gesorgt, dass man selbst in den Städten die Luft wieder atmen kann, dass die Flüsse nicht mehr giftig sind, dass Autos weder Krach machen noch stinken und dass wir nicht mehr abhängig sind von Diktatoren und deren Ölvorkommen. Da würden wir uns schön ärgern.‹“

Wir würden uns auch ganz schön ärgern, wenn wir umsonst eine Tierart gerettet hätten….aber dieses Risiko gehen wir gerne ein und haben einen entsprechenden Antrag auf Durchführung der CEF-Maßnahmen gestellt.

Auf geht’s nach der Sommerpause…

…. und zwar Schlag auf Schlag.

Diese Woche hatten wir Kreisversammlung mit Kreiswahlprogramm und Vortrag von Lisa Badum zu alternativen Energien. Das Programm gibt’s bald auch hier zu lesen.

Am Donnerstag war Neumitgliederempfang des KV Starnberg. Hier haben Werner Engl und Andrea Schulte-Krauss mal verraten, warum sie „grün“ sind:

Dann ist Andrea Schulte-Krauss heute im Landtag. Nicht zum Neumitgliederempfang, das ist schon lang rum ums Eck, aber zur Veranstaltung „Klimawandel und Fluchtursachen“ mit einem hervorragenden Vortrag von Prof. Michael Schrödl, den es am 24.01.2020 auf dem Neujahrsempfang des KV Starnberg auch zu hören gibt.
Es ist an der Zeit, endlich zu handeln. Auch vor unserer Haustür. Das ist unser Ziel für die Kommunalpolitik der nächsten Legislaturperiode!

Gruß aus der Sommerpause :-)

Ein wunderschönes Bild der Sanatoriumswiese bei Nacht, aufgenommen von der unermüdlichen Silvia Rölcke

Seniorenbeirat, Plakatierung, Straßenkategorisierung und Kult-Art – Alle Anträge der GRÜNEN angenommen

Heute waren wir erfolgreich im Gemeinderat.

Endlich gehen wir es an und bekommen eine Satzung für einen zu gründenden Seniorenbeirat. Auch wenn die Kollegen der CSU es nicht für notwendig halten, jedem demokratische Zugang zur Gemeinde zu ermöglichen konnten wir uns im vierten Anlauf mit 12:8 Stimmen durchsetzen.

Einfacher war es beim Antrag einer Plakatierungsverordnung. Denn hier haben wir uns mit unserer gut funktionierenden freiwilligen Selbstverpflichtung selbst eine Falle gestellt und wurden im Europawahlkampf von einer Welle von AFD Plakaten überrollt. dieser Antrag ging einstimmig durch.

Auch die Kategorisierung der Strassen fand allgemein Anklang, auch wenn man hier merkt, wie getroffene Hunde bellen, auch wenn sie gar nicht genannt werden. Ein Schelm, wer dabei böses denkt. Nachdem wir jedoch die Begründung – nicht den Antrag – modifiziert haben, konnten uns 20 Gemeinderät*innen zustimmen und die Sache geht mit Rückenwind des Bauamts an den Start.

Unser letzter Antrag betrifft das KultArt. Auch wenn wir die Art und Weise der Ausführung stets kritisiert haben, sind wir nicht der Meinung, dass den Bürgern von oben herab etwas weggenommen werden sollte. Insofern wird ein Runder Tisch seitens der Verwaltung initiiert und interessierte Bürger und Vereine können sich dann selbst einbringen. Mit 18 Stimmen gegen 3 konnten wir auch diese Idee auf den Weg bringen.

Wir sind zufrieden.

Ein spannender Antrag der CSU, dass der Gemeinderat festhält, er möchte kein Bauland im Wald hinter dem Drosselweg ausweisen. So ein Antrag klingt schon gut, aber er ist jederzeit auch wieder mit einfacher Mehrheit aufzuheben. Zu einem Bebauungsplan, oder gar ein Gebiet unter Naturschutz zu stellen, konnten sie isch dann aber doch nicht durchringen. Nunja, wir konnten zustimmen, weil kaputt macht es ja nichts. Helfen tut’s aber auch nicht.

Egal, wir sind zufrieden, auch wenn sich die Mehrheit nicht zu einer Bewerbung zum Projektwettbewerb UN-Dekade Biologische Vielfalt durchringen konnte….schade.

Granit – Ein harter Brocken für Krailling

Während ein Granitbelag für die neue Ortsmitte die Gemüter erregte und nun erst mal auf Eis liegt, hält er durch die Hintertür, dennoch an manchen Stellen Einzug in Krailling.
Neben den Granitblöcken mit Stufen an der neuen Fußgänger-Würmbrücke, die nun doch einen leichten Zugang zu einer tiefen Stelle in der Würm direkt am Schulweg bieten sollen, vermutlich um dort gut die starke Strömung betrachten zu können, findet sich der für die Margaretenstraße vorausgewählte Belag auch im Zugangsbereich zum Betreuten Wohnen gegenüber der Margareten-Kirche wieder. Dies erfolgte in Abstimmung mit dem Planer der Ortsmitte aus Berlin.
Gegen die Stimmen der Grünen hat der Bauausschuss den geschätzt 75.000 € teuren Granitblöcken an der Würm am 09.07.2016, vorweggenommen dem Gemeinderat, für die Ausschreibung zugestimmt.
Auffällig ist jedoch, dass die Sitzsteine am Betreuten Wohnen aus dem weit günstigeren Beton gefertigt sind. Inwieweit sie sich ebenso gut einfügen wie an deren Stelle teure Granitblöcke, kann nun jeder selbst beurteilen, der dort vorbeigeht. Der Verband Wohnen musste hier wohl die bereits erheblichen Kostensteigerungen der Bauausführung eingrenzen.
Und vielleicht zeigt sich dann, dass die Gemeinde ebenso wie der Verband Wohnen sparen könnte und statt dem teuren Granit, Betonstufen zur Würm setzen könnte. Das macht die Sache zwar nicht sicherer, aber zumindest preisgünstiger.

Infoveranstaltung zum Kiesabbau am 17.07.2019 im Kupferhaus

Plakat_17-07-2019